Zweisprachig forschen, staunen und kommunizieren

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Exchange form: Reciprocal meeting
Topic: Mathematics, Natural Sciences, ICT
Language: German, French

Im Rahmen des Klassenaustauschs zwischen den Primarschulen aus Rüti b. Büren (BE) und Neuenburg (NE) besuchten die Lehrpersonen mit ihren Schülerinnen und Schülern das Forscherlabor und die Erfinderwerkstatt des tunSolothurn. Die jungen Entdeckerinnen und Entdecker arbeiten in Sprachtandems und lernen, sich in der Fremdsprache auszutauschen.

Irène Wegmüller und Brigitte Tisserand führen bereits zum dritten Mal einen Klassenaustausch durch. Für das aktuelle Projekt verbinden sie die Sprachförderung mit MINT Fächern. Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich aus und erleben gleichzeitig Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auf spielerische Art. Die Kommunikation entsteht natürlich, aus der Sache heraus. «Es gibt so viele Angebote für MINT-Fächer, die sich mit einem Sprachaustausch kombinieren lassen, zum Beispiel die tun’s, das Technorama, das Sensorium, das Naturhistorische Museum Neuenburg und viele mehr», erklärt Wegmüller.

Eine gute Vorbereitung solcher Treffen lohnt sich, denn so werden schon vorgängig sprachliche Hemmungen und die erste Schüchternheit zwischen den Schülerinnen und Schülern abgebaut. Das erste, gegenseitige Kennenlernen erfolgte in diesem Projekt über Briefwechsel zwischen jeweils zwei Schüler/innen. Aus diesem Grund waren die noch jungen Forscherinnen und Forscher voller Vorfreude, ihre Brieffreundin oder Ihren Brieffreund endlich persönlich zu treffen: «Der Tag in Solothurn war genial, weil wir endlich unseren Austauschpartner gesehen haben», erzählt Louise aus Neuchâtel. Auch für Mia war das Treffen mit ihrer Brieffreundin das Highlight des Tages. Diese Ausgangslage erleichtert die Zusammenarbeit zwischen den Schülerinnen und Schülern.

Einen elektrischen Bausatz löten, einen Lego-Roboter programmieren, Augmented Reality ausprobieren oder gar ein Modellauto mit einer Magnesiumzelle basteln – die Möglichkeiten am tunSolothurn sind vielfältig. Überall an den Ständen sind Schülerinnen und Schüler zu beobachten, welche gemeinsam und unter Obhut von Profis tüfteln und dazu miteinander diskutieren. Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind zwar erst in der dritten Klasse und lernen erst seit kurzem eine Fremdsprache, trotzdem finden sie sinnvolle Lösungen, um sich miteinander zu verständigen. «Ich fand meine Brieffreundin sehr nett. Wir haben versucht miteinander zu sprechen und wenn es nicht funktioniert hat, haben wir Zeichen gemacht», hält Câtâlina fest. Andere wiederum „schlagen“ sich bereits mit Worten durch, wie zum Beispiel Lucie: «Wir haben uns auf Deutsch unterhalten.» Der eintägige Besuch in Solothurn war ein voller Erfolg. «Die MINT Fächer zweisprachig zu erleben ist für die Kinder sehr spannend, weil sie vieles in die Hand nehmen können und gleichzeitig miteinander kommunizieren. Sie haben Geräte zur Verfügung, die es in der Schule nicht gibt und können mit Leuten sprechen, die damit arbeiten», erzählt Wegmüller.

Dieser Erfolg basiert auf der erfolgreichen Zusammenarbeit sämtlicher Beteiligter, welche von der Vorbereitung bis zum Abschluss funktioniert hat. «Die Zusammenarbeit mit Brigitte Tisserand ist eines der Highlights. Während unserer gemeinsamen Planung entstehen sehr viele gute Ideen», schwärmt Irène Wegmüller. Aber auch die Unterstützung und Wertschätzung der Familien bedeuten der Lehrerin sehr viel. Und schliesslich ist die Reaktion der Schülerinnen und Schüler, wenn sie einen Brief schreiben und doppelt so motiviert am Unterricht teilnehmen, ein positives Erlebnis. «Für sie ist der Austausch jeweils das Beste am Deutschunterricht.» Brigitte Tisserand bestätigt diese Aussage. Sie empfiehlt Lehrpersonen, den Austausch rund um ein bestimmtes Thema herum zu planen. «Die Schülerinnen und Schüler tauschen sich auch in der Fremdsprache schneller und unbewusster aus, wenn sie ein Thema behandeln, welches sie interessiert. Sie verspüren den Drang, mit dem gegenüber kommunizieren zu können.»

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